Kaufnebenkosten Rechner
Berechnen Sie die einmaligen Zusatzkosten beim Immobilienkauf in Deutschland.
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Kaufnebenkosten Rechner: Das versteckte Kostenrisiko
Der auf ImmoScout24 oder beim Makler inserierte Immobilien-Schildpreis ist nie die Summe, die Sie am Ende tatsächlich zahlen müssen. In Deutschland fallen immense steuerliche und bürokratische Aufschläge an, wenn Sie ein Haus oder eine Wohnung erwerben. Unser Kaufnebenkosten Rechner schlüsselt detailliert und bundeslandspezifisch auf, wie viele Tausend Euro Sie als Eigenkapital extra bereithalten müssen, bevor Sie auch nur den Haustürschlüssel entgegennehmen.
Grunderwerbsteuer: Der größte Block
Sobald der Verkaufsvertrag unterschrieben wurde, meldet sich das Finanzamt. Die Grunderwerbsteuer (GrESt) ist obligatorisch und kann nur bei sehr speziellen Ausnahmen (Kauf von direkten Verwandten wie den Eltern) entfallen. Der Clou: Jedes der 16 Bundesländer legt den Prozentsatz völlig eigenmächtig fest.
Kaufen Sie in Bayern oder Sachsen bauen, zahlen Sie angenehme 3,5 % Steuern. Kaufen Sie dieselbe Immobilie für 500.000 € in Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein oder Brandenburg, greift der Fiskus mit dem Spitzenwert von 6,5 % zu – ein unfassbarer Unterschied von 15.000 € rein beim Steuersatz für dasselbe Preisschild.
Notar und Makler: Die Dienstleister
- Notar & Grundbuchamt: Immobilienwechsel in Deutschland erfordern zwingend eine notarielle Beurkundung und die Umschreibung im amtlichen Grundbuch. Hierfür kalkuliert man standardisiert mit rd. 1,5 % bis 2,0 % des Kaufpreises als Gebühr.
- Maklerprovision (Kurtage): Seit Ende 2020 gibt es beim privaten Kauf von Wohnimmobilien das Gesetz der "hälftigen Teilung". Wenn der Verkäufer den Immobilienmakler stark beauftragt, muss er die Hälfte der Rechnung tragen. Für Sie als Käufer pendelt sich Ihre Belastung daher meist auf 3,57 % (inklusive Mehrwertsteuer) ein. In einigen Regionen kann sie aber auch komplett wegfallen (provisionsfreier Verkauf von Privat).
Auswirkungen auf die Finanzierung
Banken hassen den Begriff "Kaufnebenkosten". Finanzinstitute geben Ihnen sehr gerne einen riesigen Hypotheken-Kredit für den Gegenwert der physischen Steine, aber für Notare oder abstrakte Maklergebühren haben Banken keinen materiellen Gegenwert, den sie zwangsversteigern könnten, falls Sie zahlungsunfähig werden.
Deswegen fordern 90% der Banken unabdingbar: Die kompletten Kaufnebenkosten (oft 10% bis 15%) müssen vom Käufer zwingend in bar (als liquides Eigenkapital) am ersten Tag auf dem Tisch liegen. Wenn eine Wohnung 400.000 Euro kostet, brauchen Sie rund 50.000 Euro hartes Eigenkapital, um auch nur in die Nähe eines sinnvollen Kreditangebots zu kommen.